Hintergründe

Warum braucht es die Winterthurer Weiterbildungsinitiative „Kinder entdecken die Welt“?

 

Ausgangspunkt bilden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse,

  • dass Kinder aus wenig privilegierten Familien schlechtere Chancen auf Schulerfolg haben ungeachtet davon, ob sie aus Schweizer Familien oder aus Familien mit Migrationshintergrund stammen
  • dass in der Schweiz nicht in erster Linie Intelligenz, Begabung und Leistung über den Schulerfolg entscheiden, sondern die sozial-familiale Herkunft  
  • dass manche Kinder beim Schuleintritt bereits einen Rückstand aufweisen, der im Laufe der Schulzeit nicht mehr aufzuholen ist
  • dass ein wichtiger Erfolgsfaktor von Frühförderprogrammen die Kontinuität der Förderung darstellt, d.h. eine nahtlose Förderung in verschiedenen Programmen bis zum Kindergarten
  • dass von präventiven Massnahmen im Frühkindbereich besonders Kinder aus benachteiligten Familien profitieren können
  • und dass demzufolge städtische Stellen, kantonale und private Angebotsträger stärker vernetzt werden sollen, um Kinder aus benachteiligten Familien gezielt fördern zu können

Was bringt mir als Teilnehmer/in die Weiterbildung „Kinder entdecken die Welt?“

 

Ziel der Weiterbildung ist die Erweiterung der professionellen Kompetenzen in der konkreten pädagogischen Praxis:

 

  • Fachpersonen werden darauf hin spezialisiert, die Ressourcen und Kompetenzen der Kinder und ihres Umfeldes vermehrt und ganz konsequent in die Arbeit einzubeziehen und erweitern somit ihre Methodenvielfalt.
  • Die neu erworbenen Praxiskompetenzen, sowie der interdisziplinäre fachliche Austausch bringen Entlastung und Gewinn im anspruchsvollen Alltag.
  • Die in der Ausbildungsgruppe erworbene Vernetzung bleibt über den Kurs hinaus bestehen und bildet eine gewinnbringende Ressource im Alltag.
  • Und ausserdem: Dank der finanziellen Unterstützung einer breiten Trägerschaft profitieren die Teilnehmer/innen in der Pilotphase von Vorzugskonditionen.

Zusatzgewinn: Nachhaltige Vernetzung

 

Die Winterthurer Weiterbildungsinitiative dient auch der Vernetzung: Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer stärkt sein eigenes Netzwerk, das darauf hin angelegt ist, den Kurs zu überdauern. Durch den Einbezug von Kindergärtnerinnen soll die Vernetzung auch über den Schuleintritt hinaus gefördert werden, damit die Kinder durch ihre Betreuungspersonen während dieser wichtigen Phase wohlwollend begleitet werden. Damit kann Entlastung erfahren werden im anspruchsvollen Alltag sowie die  Kontinuität der Förderung sichergestellt werden.